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Artikel aus den Lübecker Nachrichten vom 20.08.08
zu den Duvenseer Reitertagen vom 15.-17.08.2008


von Holger Marohn

Duvensee statt Olympia
Ein Hauch von Olympia wehte bei den Duvenseer Reitertagen über den Springplatz.

Duvensee - Als Beeke Kaack mit ihrem 13-jährigen Holsteiner Hengst Sinjang im Stechen der finalen M-Prüfung zum letzten Sprung ansetzte, wehte über dem Sportplatz in Duvensee ein Hauch von Olympia. Immerhin war die Amazone aus dem Segebergischen Schmalensee als Ersatz für die deutschen Vielseitigkeitsreiter in China vorgesehen. Doch anstatt in Hongkong startete sie in Duvensee mit ihren Top-Pferden Conti und Sinjang. "Ich war das erste Mal hier. Es ist ein super-schönes Turnier", sagte Kaack.
Vor allem der Boden auf dem zum Parcours umfunktionierten Dorfsportplatz imponierte ihr. "Der war einfach gut. Nicht zu hart, aber auch nicht zu rutschig." Eine Aussage, die Thomas Laurer, seit März vergangenen Jahres Vorsitzender des RFV Duvensee, schon ein wenig stolz machte. "Wir haben 1600 Nennungen mit 590 Reitern und 780 Pferden. Damit sind wir schon eines der größeren Turniere", sagte Laurer.
Einen Grund für das große Interesse an den fünften Reitertagen sieht er neben dem Ambiente und der familiären Atmosphäre auch im Sterben zahlreicher kleiner Turniere. Immerhin nutzten auch ein Teil der Reiterprominenz wie Thorsten Wittenberg, Inga Czwalina oder Marco Dierk gerade die Springpferdeprüfung am Freitag, um junge Pferde an höhere Aufgaben heranzuführen. "So ein Turnier erfordert eine lange Vorbereitung, zahlreiche Helfer und kostet eine Menge Geld. Viele Vereine können sich das nicht mehr leisten", erklärte Laurer. Für Beeke Kaack umso schöner, dass es die Duvenseer Reitertage dennoch alle zwei Jahre gibt.
"So ein M-Springen ist für uns Vielseitigkeitsreiter schon eine richtige Herausforderung", meinte sie. Neben dem ersten Platz im M-Springen mit Sinjang vor Lena Weber vom RFV Neuengörs auf Collin und Sven Thölke
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vom RFV Zarpen auf Calano sicherte sie sich zudem mit Sinjang in der L-Dressur Rang drei. Den Sieg schaffte Nina Sieh (RFV Zarpen) auf dem Oldenburger Noel vor Alexander Borcherding (RFV Zarpen) auf dem Holsteiner Caliro.

Vielseitigkeitsreiterin Beeke Kaack, hier mit Sonny Spring, trumpfte bei den Duvenseer Reitertagen auf. Verena Schultz (kl. Bild) gewann mit Sumo die "Lauenburg-Tour".

Und Kaack hatte im Stechen noch ein Eisen im Feuer - den elfjährigen Schimmel Sonny Spring. Mit ihm erreichte sie Platz sechs.
Jubeln konnte auch die erst 18-jährige Verena Schultz vom RFV Duvensee. Nachdem sie bereits in Ratzeburg den Auftakt der "Lauenburg-Tour" gewonnen hatte, baute sie am zweiten Turniertag in Duvensee diese Führung noch aus und sicherte sich auf dem elfjährigen Holsteiner Hengst Sumo mit einem achten Platz im M-Springen den Titel und das Tour-Preisgeld von 400 Euro. "Ich bin schon ein wenig überrascht, dass Sumo so konstant gegangen ist. Normalerweise leistet er sich gerne mal einen Aussetzer", freute sich Verena Schultz über ihren Holsteiner, der aus der Zucht ihres Onkels stammt. Seit fünf Jahren arbeitet die Amazone mit Sumo.
Mit der" Lauenburg-Tour" wollen die beiden Reitvereine aus Ratzeburg und Duvensee ihre Zusammenarbeit unterstreichen. Neben der gemeinsamen Ausschreibung unterstützt man sich auch gegenseitig mit Material für die Ausrichtung von Turnieren.


Artikel zum Ringreiten vom 21.05.2006

von Monika Saß

Am Sonntag, den 21.05.06 veranstaltete der Reit- und Fahrverein Duvensee sein traditionelles Ringreiten. Wegen des Regenwetters wurde der Wettkampf nicht auf dem großzügigen Reitplatz, sondern in der Reithalle von Ulrich Meyn ausgetragen.
Dies freute besonders die ganz kleinen Reiter und ihre besorgten Mütter, brauchten sie doch so keine Angst zu haben, daß ihnen ein Pferd durchgeht - und wenn, wäre es schnell wieder eingefangen. Damit der gewohnte Flair erhalten blieb, wurde mit Flatterbändern ein Mittel-Oval abgesteckt, in dem die Zuschauer auf Strohballen Platz nehmen konnten.

In zwei Altersgruppen wurde um die Ringe gekämpft. Dabei mußte im Galopp unter zwei hintereinander hängenden Glocken hindurch geritten werden, an denen jeweils ein kleiner Ring hing. Diesen Ring galt es, mit einem Stöckchen aufzuspießen. In 5 Durchgängen hätte man also 10 Ringe stechen können, zwei Reiterinnen gelangen 9 Ringe.
Erst in einem spannenden 4-maligen Stechen konnte Alexandra Nikolas auf Stanley den Sieg für sich entscheiden. Auf den zweiten Platz kam Sarah Buck mit Galupa. Dritte wurde Jelena Wogram ebenfalls auf Stanley mit 7 Ringen.Da die Königsschärpe nur an Vereinsmitglieder verliehen wird, wurde Sarah Buck Ringreiterkönigin.
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In der zweiten Abteilung der kleinen Reiter, in der die Pferde geführt wurden, Die neue Ringreiterkönigin heißt Sarah Buck
siegte Jana Gundermann auf Kräcker mit 6 Ringen vor Mareike Saß auf Max mit 5 Ringen und Görau Thomann auf Filou mit ebenfalls 5 Ringen. Nach dem Ringreiten begann ein ganz besonderer Spaß, das Apfelbeißen. Hier mußten die Teilnehmer zu einer Wanne laufen, in der im Wasser Äpfel schwammen. Es galt, sie in einer möglichst schnellen Zeit durch hineinbeißen oder ansaugen aus der Wanne zu holen. Am schnellsten gelang dies Niclas Kwiering vor Marthe Dürkopp und Beke Grell.
Alles in allem war es ein gelungener Nachmittag, an dem Teilnehmer wie Zuschauer gleichermaßen Spaß hatten. Auch der nächste Termin steht schon fest: am 12. und 13. August findet das große Duvenseer Turnier statt, zu dem mehrere hundert Nennungen erwartet werden. In Kürze wird die Ausschreibung auf der vereinsinternen Internetseite www.reitverein-duvensee.de zu finden sein.


Artikel zum Internen Hallenturnier vom 12.03.2006

von Monika Saß

Am Sonntag, dem 12.03.06 veranstaltete der Reit- und Fahrverein Duvensee sein jährliches internes Hallenturnier. Anders als in den vergangenen Jahren war es diesmal den jüngsten Reitern gewidmet, die hier zum ersten Mal Turnierluft schnuppern konnten. Statt A und L Springen gab es einen Dressurreiter-Wettbewerb und einen Einfachen Reiterwettbewerb zu sehen.

Begonnen wurde mit dem Dressurreiter-Wettbewerb, der zu zweit hintereinander geritten wurde. Die Kleinen waren so aufgeregt, dass die ersten schon eine Stunde vor Beginn auf dem Pferd saßen. Strahlende Siegerin mit der Note 7,0 wurde Birte Kirschstein auf Herzdame, gefolgt von Beke Sophie Grell auf Fandango mit Wertnote 6,8 und der jüngsten Teilnehmerin, Marthe Dürkop auf dem Pony Jolly Jumper mit 6,7.
Im Einfachen Reiterwettbewerb waren die Reiterinnen dann schon etwas lockerer, was sich auch in den Noten widerspiegelte: Hier siegte Beke

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Sopie Grell auf Fandango mit 8,0 vor Birte Kirschstein mit 7,5 und Sina Birte Kirschstein gewinnt mit Herzdame
den Dressurreiter-Wettbewerb
Ehlers auf Loreen mit 7,3. Alles in allem war es eine gelungene Veranstaltung, die Kinder waren begeistert von ihren Erfolgen, und die Zuschauer konnten einen spannenden Nachmittag erleben.  


Artikel aus den Lübecker Nachrichten vom 26.08.2004
zum Duvenseer Reitturnier vom 21. - 22.08.2004

von Wulf-Heiner Kummetz


Reiten: Alyssa Golüke und Lena Lisa Rathje überzeugen in Duvensee

Ausgezeichnete Amazonen

Toller Spring- und Dressursport wurde in Duvensee geboten. Lena Lisa Rathje (16) überraschte dabei im M-Springen.

Schon am Sonnabend fand die Veranstaltung im M-Springen ihren ersten Höhepunkt. Alyssa Golüke (RFV Duvensee TSV Nusse) ritt mit ihrem Pferd Landfee allen davon. In einer Zeit von 56,61 Sekunden meisterte die Amazone den Parcours von Dirk Langhoff bei ihrem "Heimspiel" fehlerfrei. Vereinskollegin Yvonne Graetz folgte knapp dahinter.
Alyssa sitzt bereits seit zwölf Jahren im Sattel. Die 17-jährige Sandesnebenerin hat Landfee alleine bis zur Klasse S ausgebildet. Besonders glücklich ist die Amazone über ihre S-Platzierung in Burg auf Fehmarn. "Das war eine Sichtung zur deutschen Meisterschaft. Leider konnte ich die zweite Prüfung nicht reiten, da sich mein Pferd leicht verletzt hatte." Zurzeit besucht die talentierte Reiterin die zwölfte Klasse des Gymnasiums. "Schule und Reiten unter einen Hut zu bringen, das ist zum Teil furchtbar anstrengend. Außerdem reite ich auch noch drei andere Pferde." Auf dem Turnierplan stehen jetzt noch zwei Veranstaltungen.
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"In Groß Parin werde ich Landfee und mich mit zwei MA-Springen auf die Landesmeisterschaften in Bad Segeberg vorbereiten." Platz zwei im M-Springen: Lena Lisa Rathje musste auf Capello nur Maximiliane Hoffschildt den Vortritt lassen

Absoluter Höhepunkt des Reitturniers war das M-Springen mit Stechen am Sonntag. Zwei Paaren gelang ein Null-Fehlerritt im Umlauf. Maximiliane Hoffschildt (Trittau) gewann mit Janni im Stechen ohne Abwurf in 32,58 Sekunden. Grund zum Freuen hatte auch die für den RFV Duvensee startende Lena Lisa Rathje. Die 16 Jahre alte Amazone konnte sich mit Capello den zweiten Platz sichern. "Ich war vollkommen überrascht, dass das so gut geklappt hat. Immerhin waren auch Teilnehmer mit Leistungsklasse drei und Berufsreiter am Start", berichtete Lena Lisa stolz.
Noch Anfang des Jahres ritt die junge Frau mit Leistungsklasse fünf. "Im Winter fragte mich Erich Heinschke, Besitzer des 15 Jahre alten Capello, ob ich das Pferd nicht reiten wollte. Capello stand davor mit einer Verletzung über ein Jahr auf Weide. Und bis dahin hat keiner damit gerechnet, dass er jemals wieder im Sport gehen könnte", erläuterte die Reiterin.
Nach einigen guten Platzierungen in L-Springen arbeitete sich Lena Lisa Rathje schnell auf Leistungsklasse vier hoch. Zur Leistungsklasse drei fehlt jetzt nur noch eine M-Platzierung. "Ich freue mich wahnsinnig, dass alles so gut klappt, doch möchte ich vorerst meine Leistungsklasse nicht wechseln. Denn ich habe noch ein eigenes, acht Jahre altes Pferd, Paloma. Da die Stute noch nicht so weit ist, warte ich erst einmal ab. Denn mit LK drei wird es nicht leichter." Das nächste Turnier ist für die erfolgreiche Reiterin schon in zwei Wochen in Borstorf.
Monika Saß vom RFV Duvensee freut sich über das erfolgreiche Wochenende. "Für unsere Reiterinnen war das schon ein tolles Turnier. Alle haben super Leistungen gebracht. Wieder ist deutlich geworden, was für große Talente bei uns reiten."



Artikel aus den Lübecker Nachrichten vom 09.07.2002
zum Duvenseer Reitturnier vom 06. - 07.07.2002

von Caspar Clemen


Turnier des Reit- und Fahrvereins Duvensee

Wittenberg ohne Fehler

380 Pferde bei 800 Nennungen gaben sich am Wochenende in Duvensee ein Stelldichein. Das Highlight der 24 Dressur- und Springprüfungen, das Springen der Klasse M mit Stechen, entschied Thorsten Wittenberg aus Rausdorf für sich.

Bei überraschend schönem Wetter und idealen Bedingungen konnte das zweite Dressur und Springturnier des Reit und Fahrvereines Duvensee am vergangenen Wochenende ausgetragen werden. Auf zwei Springplätzen und einem Dressurplatz ermittelten die Aktiven bei über 540 Starts auf 380 Pferden ihre Champions. Rund 800 Nennungen sorgten für ein reges und buntes Treiben auf der Anlage des Reit- und Fahrvereins. Unterstützt wurde dieser von der Gemeinde Duvensee, die ihren Rasenplatz zur Verfügung stellte, wodurch erstmals auch eine Springreiterprüfung der Klasse M mit Stechen ausgetragen werden konnte, das die meisten Zuschauer in ihren Bann zog.

Den klaren Sieg sicherte sich in dieser Konkurrenz Thorsten Wittenberg (RFV Rausdorf) auf Imandra. Knapp dahinter auf rang zwei landete die Granderheiderin Wiebke Ahlers vor Vereinskamerad Dirk Rasch. Lokalmatadorin Jessica Siemers belegte Platz acht. Nachdem man bis vor 3 Jahren noch als eintägiges C-Turnier über die Bühne ging, bauten die Organisatoren die Veranstaltung zu einer Pferdeleistungsschau mit zwei M-Springen aus. Die Leitung hatte Joachim Lindenheim inne, der vom Vorstand tatkräftig unterstützt wurde. Zahlreiche Sponsoren aus dem Kreis schütteten insgesamt über 3500 Euro Preisgeld aus, die auf 24 Spring- und Dressurprüfungen verteilt wurden.

Der Gastgeber konnte sich nicht nur über zahlreiche Platzierungen und ein gelungenes Turnier freuen, sondern sich auch als erfolgreichsten Verein in die Siegerliste eintragen. In sieben Prüfungen - einschließlich des Mannschaftsspringens der Kasse E - ließen die Duvenseer das Feld hinter sich und sorgten für gute Stimmung auf der Anlage. Während sich die Sportler auf dem Reitplatz vergnügten, kehrte so mancher Zaungast lieber in die Reiterschenke ein, um sich eine Erfrischung zu gönnen oder ein köstliches Mahl beim Bestaunen der Reiter und deren Pferden einzunehmen.

In zwei Wochen findet das Breitenfelder Reitturnier statt, bei dem ausschließlich junge Pferde zugelassen werden, um ihr Können unter Beweis zu stellen. Außerdem wird der Sieger unter allen diesjährigen Kreismeistern ermittelt.



Artikel aus den Lübecker Nachrichten vom 11.07.2000
zum Duvenseer Reitturnier vom 08. - 09.07.2000

von Bernd Eickmeyer

RuFV Duvensee feiert gelungene Premiere - Toller Reitsport trotz Aprilwetter

Mütter zeigen Nerven

Eine gelungene Premiere feierte der Reit- und Fahrverein Duvensee mit seinen zweitägigen Reitertagen. Wenn Petrus auch nicht immer mitspielte, so zolten die fast 250 Reiter und eben so vielen Zuschauer dem Verein den größten Respekt für eine gute Organisation. In der Vorbereitung opferten die Organisatoren mehr als 300 Stunden, für den Auf-, Um- und Abbau des Turnierplatzes waren mehr als 50 Helfer auf den Beinen. Die angestrebten 500 Nennungen wurden mit 670 klar übertroffen - Die Meldestelle trug den Mehraufwand mit Fassung. Gastreiter hätten auch den Weg von der Nordseeküste nicht gescheut, mussten jedoch größtenteils abgewiesen werden.

Dem Fachkundigen Publikum indes dürfte der große Andrang der holsteinischen Reiter und Reiterinnen gefallen haben. Neben der Quantität war auch die Qualität der Prüfungen durch die Ausweitung des Turniers deutlich angestiegen. Zuvor allerdings reisten die Ausrichter von Turnier zu Turnier, um ich über die neu in Kraft getretene Leistungs-Prüfungs-Ordnung zu informieren. Zudem erforderte die Vergrößerung der Veranstaltung auch die Anschaffung eines speziellen Computerprogramms für die Meldestelle. "Die Toris-Software zickte mächtig herum, ehe wir das Programm in den Griff bekamen", berichtete der Vereinsvorsitzende Joachim Lindenheim. Doch alle Hindernisse konnten rechtzeitig genommen werden, so dass einem reibungslosen Ablauf der Veranstaltung nichts mehr im Wege stand.

In der höchsten Dressurprüfung bot Andrea Lutzenberger auf Leandtara das harmonischste Gesamtbild. Die Amazone aus Ahrensburg siegte in der L-Dressur vor Gastreiterin Silvia Kiel (RV Timmensorferstrand) auf Cosinus. Beste Lauenburgische Starter waren Tina Haase auf Dingo (RSV Krummesse) und Katja Gervers auf Leon Spinx (RFV Marienburg-Schulendorf). Sie belegten die Plätze vier und fünf.

Eine besondere Spannung herrschte jenseits der Zuschauerabsperrung bei den Springprüfungen. Während der Vater einer jugendlichen Reiterin auch vor  körperlicher Züchtigung nicht zurückschreckte, liten andere Eltern passiv. So auch die Mütter der beiden Lokalmatadoren Jessica Siemers und Daria Marchlewska. Die beiden Springreiterinnen wollten sich im abschließenden Teamspringen keine Blöße geben, stellten mit ihren engagierten Ritten jedoch die Nerven ihrer Mütter auf eine harte Probe.
Ulla Siemers kennt zwar die risikoreiche Art ihrer Tochter im Parcours zu reiten, diesmal jedoch hatte sie nicht allzuviel Vertrauen in den Kleinen Lord, ein Leihpferd aus dem Stall von Emil Thiel. Anna Marchlewska brachte wenig später nur noch ein gequältes "Oh" über die Lippen, als ihre Tochter nach dem dritten von insgesamt sieben Hindernissen beidseitig aus den Steigbügeln rutschte. Doch auch die junge Klinkraderin kannte kein Pardon. Nachdem sie sich bei der Landung nur mit viel Mühe im Sattel halten konnte, zögerte sie keine Sekunde und gab ihrer Stute Baroness so gehandicapt erneut die Sporen. Sie beendete die zweite Hälfte des Parcours im "Indian-Style", um keine weitere Zeit zu verlieren.

Stürze gab es auch, glücklicherweise keine folgenschweren. Als aber der Mittsechziger Emil Thiel, der älteste Teilnehmer der Veranstaltung, in ein Hindernis stürzte, stockte den Zuschauern der Atem. Thiel zog sich Prellungen zu und beendete die Prüfung. Doch dieses Mißgeschick hielt ihn nicht davon ab, sich eine Stunde später erneut in den Sattel zu schwingen. Am Wochenende gehen übrigens die Kreismeisterschaften auf dem Hof von Emil Thiel in Alt-Mölln über die Bühne. Ausrichter ist der Reitverein Lindenhof.

Das L-Springen in Duvensee gewann Christine Kortsch vom RV Marienhof-Schulenburg auf Renegade. Die Schwarzenbekerin überzeugte mit einem flüssigen Ritt im Stechen. Auf Rang zwei kam Peter Harms auf Glenwood's Furia (RV Stormarnsche Schweiz), der nur knapp eine halbe Sekunde langsamer als die Amazone war. Platz drei ging an den Schretstakener Christian Schröder, der allerdings auf Hof-Schretstakens-Run-and-Gun für den RV Ahrensburg-Ahrensfelde an den Start geht. Axel Mittmeyer auf Capello hielt in dieser Prüfung die Duvenseer Farben hoch. Mit dem elfjährigen Schimmelwallach verdrängte der Lokalmatador den Stormarner Jörg Augustin noch auf Rang fünf. Die schnelle Jessica Siemers hatte im ersten Umlauf Pech. Der Kleine Lord verweigerte den letzten Sprung, so dass die 20-jährige zwei mal anreiten musste. Im zweiten Anlauf nahmen sie das Hindernis, kassierten dafür jedoch dreieinviertel Fehlerpunkte.